Ein VÖGELE Fertiger mit besonderem Betätigungsfeld.

Mehr Leistungsstärke für die Schweizer Bundesbahn:
Auf neuen Gleisen in die Zukunft.


Wie VÖGELE Fertiger auch Schotter zuverlässig und wirtschaftlich einbauen. Ein Jobreport.

Eine steinige Aufgabe.

Einige Änderungen an Maschine und Bohle sind notwendig, aber dann können die SUPER Fertiger selbst
Schotter einbauen – zuverlässig wie die Schweizer Eisenbahn. Ein Bericht über eine Gleisbaustelle von Bern nach Zürich.


Mit großem Aufwand erneuert die Schweizer Bundesbahn eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen den beiden Kantonshauptstädten Bern und Zürich. Im Auftrag des Totalunternehmers Zschokke Locher AG übernahm das schweizerische Bauunternehmen Vanoli AG den Gleisaufbau für einen 40 km langen Abschnitt zwischen Mattstetten und Rothrist. Zweigleisig baute der Bautrupp ein Bahntechnik-System aus Schotter, Schwellen und Schienen sowie Versorgungsleitungen ein, auf dem ab 2005 Intercity-Reisezüge mit über 200 km/h verkehren werden.

Kleine Umbauten für den Spezialeinsatz.
Den Einbau des Schotterbetts übernahm ein VÖGELE Fertiger. Für den Einbau von Schotter müssen VÖGELE Fertiger leicht modifiziert werden – im Fall des Bauunternehmens Vanoli ein SUPER 2000 mit der Bohle AB 575 TV. Auf die Stäbe der Kratzerbänder werden überlappende Gummiplatten aufgeschraubt, so dass der Kratzerboden vollflächig abgedeckt ist. Die Materialförderung muss durch die Entnahme von Flügeln im Schneckenraum angepasst werden. Zudem sorgt eine Wassersprühanlage mit separatem Wassertank dafür, dass der Schottereinbau nicht große Staubwolken nach sich zieht. Die Bohle selbst wird um rund 25 cm hoch- und zurückgesetzt. Für die Höhensteuerung kann neben einer Standardnivellierautomatik auch jede andere Nivellierautomatik eingesetzt werden, oder man baut ohne Automatik ein, also mit fest eingestellter Höhe. Die Endverdichtung muss in diesem Anwendungsfall eine Glattmantelwalze erzielen.

 





Modifizierter SUPER 2000
für Schottereinbau.

 

 

Mit dem SUPER 2000
wurden Schotterschichten
bis zu 55cm Höhe
eingebaut
.

100 Güterzüge voll Schotter.
Das Material für die Gleisbaustelle in der Schweiz lieferten Güterzüge aus dem 80 km entfernten Gotthardmassiv nach Langenthal, einem Ort nahe der Bahnneubaustrecke von Bern nach Zürich. Von dort aus schafften drei LKW im Wechsel den Schotter zum Fertiger. Der Gleisbaufachbetrieb Vanoli verarbeitete hochwertigen Granitschotter 32/64 auf einer Breite von 420 cm je Gleisbett. Die Dicke betrug 20 bis 55 cm. Auf dem zwei mal 40 km langen Teilstück verbauten die Schweizer insgesamt 170.000 t Schottermaterial – über 100 Güterzugladungen. Der eingesetzte Fertiger, ein SUPER 2000, kam auf der Bahntrasse in der Spitze mit 50 m pro Stunde voran.

VÖGELE ist hart im Nehmen.
Projektbedingt konnten die LKWs das Gestein nur auf einer Spur zubringen, dennoch war der Einbau von ca. 1.200 t am Tag kein Problem. Bei der Nachverdichtung setzte Vanoli auf eine vier Tonnen schwere Walze, die das Schotterbett nochmals um 3 bis 4 cm zusammenpresste. Die Ebenheit ist im Ergebnis sehr präzise. Genauer, als es Grader und ähnliche Baumaschinen leisten können. Das Material konnte Fertiger und Bohle nichts anhaben: Die groben Steine ließen am SUPER 2000 keinen Verschleiß erkennbar werden. Hier macht sich die ausgezeichnete Qualität des Stahls bezahlt, aus dem die Fertiger von VÖGELE gemacht sind. Auch bei Verschleißteilen gibt es keine Kompromisse: Selbst die erste Garnitur der Glättbleche an der Bohle AB 575 TV hielt den 170.000 t Schotter stand – und ist für weitere Aufgaben ohne Abstriche einsetzbar.

Gutes Ergebnis, hohe Wirtschaftlichkeit.
Der Schottereinbau von VÖGELE Fertigern ist besonders effizient: Der Maschinist kommt mit seinem Fertiger alleine voran; mit dem Walzenfahrer arbeiten also nur zwei Arbeitskräfte unmittelbar auf der Baustelle. Das Bauunternehmen Vanoli ist zufrieden: „Nach der üblichen Einlaufzeit verlief der Einbau mit dem SUPER 2000 absolut problemlos und erfüllte unsere Erwartungen zu 100 %“. Der Schottereinbau mit VÖGELE Fertigern ist eine sehr zuverlässige Bauweise, die sich auch für Anwendungen im Gleisbau hervorragend anbietet – der Wirtschaftlichkeit wegen.