Das Kreuz mit dem Kreis.

Beim Kreisverkehr ist alles anders. Der Einbau unterscheidet sich in einigen Punkten vom normalen Straßenbau. Allein schon wegen der permanenten Kurvenfahrt: Der kleine Radius ist nicht nur für die Traktion des Straßenfertigers eine Herausforderung.


In den meisten Ländern steigt das Verkehrsaufkommen kontinuierlich. Zur Rushhour kommt es auch innerstädtisch zu großen Staus – insbesondere an Verkehrsknoten. Schuld daran sind häufig Kreuzungen mit teuren Ampelanlagen, die den Verkehr zum Erliegen bringen.

An gewöhnlichen Kreuzungen gibt es 32 gefährliche Konfliktpunkte durch überkreuzende Fahrlinien.

Kreisel können nur langsam durchfahren werden und reduzieren die Konfliktpunkte
auf 8.

Dem Kreisverkehr gehört die Zukunft.
Im Kreisel dagegen kanalisiert sich der Verkehr wesentlich besser: Im Vergleich zur Kreuzung bleiben viel mehr Fahrzeuge in Bewegung. Verkehrsteilnehmer können schneller abbiegen oder sogar umkehren und das Unfallrisiko sinkt erheblich (siehe Grafik). Kein Wunder also, dass diese runden und einfachen ´Kreuzungen‘ international immer häufiger im Stadtbild auftauchen.

Fertigen aus einem Guss verhindert Längsnähte.

Wie auch bei gewöhnlichen Straßenbaumaßnahmen bereitet das Bauteam zu Beginn einer Kreisel-Baustelle den Untergrund vor. Die gesamte Palette des Straßenaufbaus aus Mineralunterbau, Trag- und Binderschicht sowie Decklage muss hergestellt werden. Um innerhalb der 360°-Kurve Längsnähte zu vermeiden, empfiehlt sich beim abschließenden Deckenbau der Einbau in ganzer Breite. Sieht das Bauvorhaben Anschlüsse an gefertigte Bahnen vor, unterstützt manuelles Zubringen und auch gezieltes Entfernen von Einbaugut an den Baukörpern, wie zum Beispiel den Begrenzungssteinen, die Fertigerarbeit.


Immer mehr Kreuzungen verkehren im Kreis.

Erst planen, dann bahnen.
Um alle Parameter im Griff zu behalten, ist es in jedem Fall ratsam, vor einer Kreiselbaustelle einen Einsatzplan aufzustellen, der die einzelnen Arbeitsschritte und den Maschineneinsatz festlegt. Zum Beispiel, um den Einsatz zusätzlicher Baumaschinen zu planen. So können Löffelbagger oder ähnliche Maschinen bei der Herstellung von schlecht zugänglichen Bereichen unterstützend tätig sein. Für den Einbau von Kreiseln bietet VÖGELE aber eine Vielzahl von Tools, um die Handarbeit auf ein Minimum zu reduzieren. So wird die korrekte Höhenabnahme der Fahrbahndecke an den Randsteinen durch die Ultraschallfühler der VÖGELE Nivellierautomatik NIVELTRONIC sichergestellt. Der Einbau eines Kreisverkehrs ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Mit den SUPER Fertigertypen braucht aber niemand den runden Straßenbau zu fürchten: Ein VÖGELE kriegt äußerst zuverlässig die Kurve.

Der Trick mit der Traktion.
Grundsätzlich bewältigen beide VÖGELE Fertigertypen – also Rad- und Raupenfertiger – Kreiselbaustellen. Dass der Einbau eines Kreisverkehrs im Vergleich zum normalen Straßenbau als schwierig gilt, hat seine Gründe. Besonders der enge Raum, auf dem der Fertiger beim Kreiselbau seine Runde dreht, ist eine Herausforderung. Hier ist Traktion gefragt. VÖGELE Fertiger verfügen dank ihres Gesamtkonzepts über sehr gute Traktionseigenschaften. Für besonders hohe Traktionsanforderungen, wie zum Beispiel dem Bau von Kreiseln, empfiehlt VÖGELE die Bohlenentlastung: Eine Druckeinstellung von etwa 25 bar unterstützt den Vortrieb des Fertigers bei der Kreisfahrt. Das ist vor allem bei größeren Arbeitsbreiten hilfreich.